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02.04.2026

Presseerklärung

Des kommunalpolitischen Bündnisses Z.U.G. zur Schließung der Zentralen Notaufnahme vom 04.03.2026

Die Zentrale Notaufnahme muss in Albstadt bleiben!

Erst schließt die Notfallpraxis im November 2025, jetzt soll auch die Zentrale Notaufnahme weitgehend nach Balingen verlegt werden. Das ist ein weiterer Schlag gegen eine wohnortnahe medizinische Versorgung unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger im Zollernalbkreis. Vorenthalten wird der Bevölkerung laut Berichten der Presse über eine Pressekonferenz des Aufsichtsrates des Klinikums, dass durch diese Vorgehensweise der Kreiskasse satte finanzielle Vorteile winken.
Anlass dieser angeblich „wohlüberlegten“ Entscheidung des Aufsichtsrats (u.a. Klinikleiter Hinger, Landrat Pauli, OB von Albstadt Tralmer, Prof. Bitzer) sei vor allem die Häufung von Beschwerden wegen überlanger Wartezeiten in der Zentralen Notaufnahme Albstadt (ZNA). Schnell ist ein „Schuldiger“ gefunden: der Chefarzt der ZNA Dr. Vasilakis.
Er wird als „Sündenbock“ in die Wüste gejagt. Presseberichte erwecken in der Öffentlichkeit den Eindruck, Dr. Vasilakis hätte schwere medizinische Fehler gemacht. Das trifft allerdings in keiner Weise zu! Im Gegenteil! Dieser beliebte Chefarzt hat sich weit über seine Pflicht für die ZNA bzw. deren Patienten eingesetzt. In 15jähriger Tätigkeit im Hause in Albstadt hat er sich nicht nur bei der Versorgung von Herzpatienten (Herzkatheterlabor), sondern auch beim Aufbau des MVZ u.a.m. Verdienste erworben. Er hat mehrfach verschiedene Vorschläge zur Verbesserung der ZNA gemacht, die aber von dem Klinikleiter Herr Hinger abgelehnt wurden. Auch als nach Schließung der Notfallpraxis ein erhöhtes Patientenaufkommen zu erwarten war, wurde von der Klinikleitung, Herr Hinger, keine personelle Aufstockung der ZNA vorgenommen. So war die Zunahme von Wartezeiten vorprogrammiert.
Aus diesen Vorgängen geht hervor: Verantwortlich für die Missstände ist die Klinikleitung! Ein „Bauernopfer“ (Dr. Vasilakis) soll von den wahren Verantwortlichen ablenken. Aber: „Der Fisch fängt am Kopf zu stinken an“. Unsere volle Solidarität gilt Dr. Vasilakis! Wir fordern die Aufhebung seiner Kündigung und den Verbleib der ZNA in Albstadt in voller Leistungsbreite und mit ausreichendem medizinischem Personal.

Für den Vorstand von Z.U.G.:
Thomas Voelter, Vorstandssprecher und Gemeinderat
Elke Rapthel, Vorstandssprecherin und Pressesprecherin (V.i.S.d.P.)

Schließung der Zentralen Notaufnahme muss vom Tisch

Entschließung
des kommunalpolitischen Bündnisses Z.U.G. zur Schließung der Zentralen Notaufnahme (ZNA) auf der Jahreshauptversammlung am 20.03.26 von allen 18 Anwesenden einstimmig verabschiedet!

Die Zentrale Notaufnahme muss in Albstadt bleiben!

Energisch protestieren wir gegen die weitgehende Schließung der Zentralen Notaufnahme am Klinikum Albstadt- Ebingen. Nach der Einstellung der Notfallambulanz durch die kassenärztliche Vereinigung im November 2025 ist dies ein weiterer schwerer Schlag gegen die Gesundheitsinteressen der Bevölkerung besonders des oberen Kreises an wohnortnaher, guter medizinischer Versorgung. Wesentlich längere Anfahrtswege sind für viele Mitbürgerinnen und Mitbürger ein erhebliches Problem, besonders für die Älteren. Gegebenenfalls fallen erhebliche Kosten für Taxifahrten an. Für die deutlich steigende Inanspruchnahme der Rettungsdienste sind diese nicht ausreichend eingerichtet. Die Wartzeiten auf den Sanka werden zunehmen. Zunehmen werden auch die Gefahren von Komplikationen bei längeren Transportzeiten, die CO²-Belastung bei höherem Verkehrsaufkommen, die Wartezeiten in der ZNA Balingen bei Wegfall der ZNA in Ebingen. Wir kritisieren, dass der OB Herr Tralmer im Aufsichtsrat des Klinikums Zollernalbkreis gegen Bürgerinteressen abgestimmt hat.

Seine Begründung, eine hochwertige medizinische Versorgung sei in der „aktuellen Situation in der ZNA Albstadt wegen Mangel an Fachkräften nicht dauerhaft zu gewährleisten“ (s. Schwarzwälder Boten v. 14.03.26) ist nicht stichhaltig angesichts der Vorgeschichte: Aderlass um Aderlass, alles für das Balinger Krankenhaus auf Kosten von Abteilungen und Personal in Ebingen.

Das kommt uns vor wie die Tätigkeit der „akademischen“ Ärzte im Mittelalter und lange danach: Ein schon etwas blutarmer Patient wird mit dem damals als „probatesten“ Mittel Aderlass behandelt, bis er an Blutarmut kurz vor dem Tode stand. „Jetzt kann er nicht mehr“, so die ärztliche Auskunft für die Angehörigen.

Ein Mangel an Fachkräften besteht auch am Balinger Krankenhaus, wo die Wartezeiten auf der ZNA ebenso hoch und teils unerträglich sind. Dort muss ja jetzt massiv personell aufgerüstet werden, um das zusätzliche Patientenaufkommen au dem oberen Kreis zu bewältigen. Außerdem erfordert ein erfolgreiches Anwerben von Fachkräften ein Arbeitsklima, das von Vertrauen und Kollegialität, nicht von Angst und Einschüchterung geprägt ist.

Die Anwesenden der Jahreshauptversammlung des kommunalpolitischen Bündnisses Z.U.G. fordern mit Nachdruck:

Die jetzige Zentrale Notaufnahme muss am Klinikum Albstadt verbleiben,
ausgestattet mit ausreichend Fachkräften.

Warum sollte das in Albstadt nicht möglich sein, was in Balingen bei Reduzierung auf eine ZNA im Kreis in Balingen sowieso erforderlich wäre?

Für den Beschluss zur weitgehenden Schließung der ZNA in Ebingen verantwortlich sind neben der Klinikleitung Herrn Hinger vor allem Herr OB Tralmer, Herr Bürgermeister Verrengia aus Balingen, Chefarzt der Zentralradiologie und Ärztlicher Direktor Herr Prof. Dr. Bitzer und Herr Landrat Pauli.

Die Verweise, dass mit dem Zentralklinikum sowieso nur eine ZNA existieren werde, sind äußerst „hilfreich“. Denn bis dahin vergehen noch Jahre. Und die Auseinandersetzung um eine gute wohnortnahe ärztliche Versorgung im oberen Kreis wird weitergehen!


Für den Vorstand von Z.U.G.:
Thomas Voelter, Vorstandssprecher und Gemeinderat bis 26.03.26
Elke Rapthel, Vorstandssprecherin, Pressesprecherin und Gemeinderätin (V.i.S.d.P.)

Frage in der Bürgerfragestunde im Gemeinderat Albstadt am 26.3.2026

Thema: Schließung der Zentralen Notaufnahme in Albstadt zum 1. April

Renate Schmidt
Schalksburgstraße 212
72458 Albstadt

Ich frage, warum geht hier eigentlich nicht ein Aufschrei des Widerstandes und Protestes durch Albstadt und durch den Albstädter Gemeinderat? Die Albstädter Notaufnahme war immer buchstäblich ein Rettungsanker in der wohnortnahen medizinischen Versorgung. Unzählige Male hat man meine Kinder dort in einem Notfall versorgt, wie oft brachte ich meine alte Mutter dorthin und auch mir selbst wurde dort schon geholfen. Trotz aller Probleme und Wartezeiten, war es wichtig zu wissen: da kannst du im Notfall hin! Nach der Schließung der Notfallpraxis letzten November ist die zentrale Notaufnahme im Ebinger Krankenhaus noch wichtiger geworden – für alle Albstädter und weitere Orte in der Umgebung, insbesondere auch für Familien mit Kindern.

Ich frage:

  1. Warum tragen Sie Herr Oberbürgermeister Tralmer diesen fatalen Beschluss des Aufsichtsrates bzw. der Klinikleitung mit? Warum reden Sie der Klinikleitung nach dem Mund, statt gegen deren fragwürdige Politik den Mund aufzumachen?

  2. Warum stellen Sie sich nicht hinter Doktor Vasilakis, von dem Sie selbst sagen, „dass es an der medizinischen Befähigung des jüngst freigestellten Chefarztes der ZNA Albstadt keine Zweifel gebe.“ (aus Schwabo vom 14.3.26)? Haben Sie dieser Kündigung zugestimmt?

  3. Warum kündigt man Herrn Doktor Vasilakis, einem guten, erfahrenen und engagierten Chefarzt, um dann zu verkünden, man habe für die Notaufnahme kein qualifiziertes Personal?

  4. Man munkelt von Einschüchterung und autoritärem Führungsstil der Klinikleitung. Man schmeißt einen Chefarzt raus. Wie will man in solch einem Klima medizinisches Fachpersonal gewinnen?

  5. Wurde die Verlagerung nach Balingen schon länger geplant und geht es hier um finanzielle Vorteile für den Landkreis auf Kosten der Albstädter Patienten?

Leserbrief an Schwarzwälder Bote, Schwäbische Zeitung, Südwestpresse, für den Raum Albstadt/Zollernalbkreis

zur Schließung der Zentralen Notaufnahme in Albstadt

Renate Schmidt
Schalksburgstraße 212
72458 Albstadt

Albstadt, den 1. April 2026

In der Bürgerfragestunde im Gemeinderat Albstadt am 26.3. fragte ich wegen der Schließung der Zentralen Notaufnahme in Albstadt u.a.: Wurde die Verlagerung nach Balingen schon länger geplant und geht es um finanzielle Vorteile für den Landkreis auf Kosten der Albstädter Patienten? Dies verneinte Herr Tralmer. Wenige Tage später las ich im Südkurier: Der gekündigte Chefarzt der Notaufnahme Ebingen, Doktor Vasilakis, war nicht das einzige Opfer. Auch im Klinikum Singen und im Lörracher Kreiskrankenhaus wurden die Chefärzte der Zentralen Notaufnahme gekündigt. Die Parallelen zeigen ein übles abgekartetes Spiel: „Laut Insidern sollen die Klinikleitungen in Singen, Albstadt und Lörrach den gekündigten Chefärzten teilweise persönliche Defizite und Führungsversagen vorgeworfen haben. … Man bringe Chefärzte in Misskredit, um ein Ziel zu erreichen, das man anders nicht rechtfertigen könne. … Für die Träger können die neuen Vorgaben ein Weg sein, um Gelder zu sparen. Die Leidtragenden könnten am Ende die Patienten sein…. Die Kliniken in Singen, Lörrach und Albstadt haben aber außer den fast zeitgleich gekündigten Notfall-Chefärzten noch mehr gemeinsam: Alle drei Gesundheitsverbünde stehen vor Neubauten.“ (Südkurier 21.3.26) Der Abbau von Strukturen bringe Kostenersparnis. Ergebnis in Singen: Seit dem Rauswurf des Chefarztes haben sieben Pflegekräfte und eine Oberärztin gekündigt.
Das Luftschloss Zentralklinikum ist die Rechtfertigung für den Abbau der wohnortnahen Gesundheitsversorgung. Unser Gesundheitssystem wird von Profitinteressen diktiert: Versicherungsmonopole, die das große Geschäft mit Privat- und Zusatzleistungen machen. Krankenhauskonzerne, die sich die Filetstücke aus den bankrotten Kliniken sichern. Die medizinische Geräteindustrie, die vom Fortschritt der Medizintechnik profitiert. Internet-Milliardäre, die für sich einen Riesenmarkt von weltweiten Gesundheitsdaten erschließen und Pharma-Monopole, die mit irrwitzigen Preisen die Krankenkassen plündern. Hinzu kommen Aufrüstung und Umstellung des Gesundheitswesens auf den Krieg. Da erscheint der Kampf um die Zentrale Notaufnahme in Albstadt vielleicht klein und sinnlos. Aber es geht um die Grundrichtung: Alles schlucken oder sich dagegen organisieren.

Renate Schmidt

30.11.2025

Einladung zum Weihnachtsbasar

Einladung Weihnachtsbasar

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29.11.2025

Stand am 29.11.2025 auf dem Marktplatz bei den Xingles

Bild 01 Marktstand
Bild 02 Marktstand
Bild 03 Marktstand

Stand des kommunalpolitischen Bündnisses Z.U.G. Albstadt, am 29.11.25 in Ebingen, mit dem letzten Mitglieder-Info und der Stellungnahme des Gemeinderats Thomas Voelter zum aktuellen Haushalt der Stadt Albstadt.

Kommt zur Haushaltsdebatte am Donnerstag den 11.12.25 um 17.00 Uhr im Ratssaal des Rathauses.


20.11.2025

Mitglieder Info Oktober 2025

Mitgliederinformation Seite 01
Mitgliederinformation Seite 02

Hier kann das Mitgliederinfo als pdf (öffnet in einem neuen Fenster/Tab) geöffnet werden!

oder mit rechtsklick downloaden (Link speichern unter...)


26.04.2025

Pressemitteilung vom 23.04.2025 zur Gedenkfeier am 08. Mai

Im Namen des Z.U.G. Vorstands: von Thomas Voelter und Elke Rapthel am 23.04.2025

An:
Schwarzwälder Bote, Zollernalb Kurier und Schwäbische Zeitung

Albstädter Bürgerinnen und Bürger gedenken der 164 sowjetischen und polnischen Zwangsarbeiter am 08. Mai auf dem Friedhof Ebingen.

Die Gedenkfeier ist eine jährliche Tradition.


In Zeiten der steigenden Kriegsgefahr und der zunehmenden Gefahr durch Faschismus, wird das kommunalpoltische Bündnis Z.U.G. (zukunftsorientiert-unabhängig-gemeinsam) den 80. Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus zum Ende des 2. Weltkriegs auf dem Gräberfeld der ZwangsarbeiterInnen in Ebingen gedenken. In diesen Zeiten ist es wichtig, sich gegen den aufkommenden Faschismus zu positionieren, der weltweit agiert und auch die Kriegsgefahr steigert. Hier nach Ebingen waren über 1.600 Zwangsarbeiter in den Jahren 1942-1945 deportiert worden und mussten hier in den verschiedensten Firmen Zwangsarbeit leisten. Dies unter oft erbärmlichen Bedingungen, die zu Hunger, Krankheit und zum Tode führten. Auf dem Ebinger Friedhof liegen 164 von ihnen begraben. Die Übersetzung auf dem Gedenkstein lautet:

„Hier sind 158 sowjetische Zwangsarbeiter begraben. Sie wurden von den Faschisten/den Nationalsozialisten getötet. Die hier Lebenden vergessen die Ruhenden nicht. Im Jahr 1950“.

Am 8. Mai 1945 endete der 2. Weltkrieg in Europa. Das Deutsche Reich kapitulierte unter den Schlägen der Alliierten USA, England und der Sowjetunion. Der Hitlerfaschismus, der unendliches Leid über die Menschheit gebracht hatte, war endlich zerschlagen. Um Einfluss zu bekommen, hatte die NSDAP eine extrem rassistische, sozialfaschistische und antikommunistische Demagogie entfaltet. Ähnlich wie es heute auch wieder geschieht, was dringend eine antifaschistische Arbeit nötig macht, ebenso wie den Aufbau einer neuen Friedensbewegung.
Z.U.G. Albstadt lädt alle Antifaschisten und Bürger von Albstadt, sowie Interessierte auf die traditionelle Gedenkfeier auf dem Ebinger Friedhof, am Gräberfeld der ZwangsarbeiterInnen in der Nähe der Friedhofskapelle, am 08. Mai 2025 um 17.00 Uhr ein.

Im Namen des Z.U.G.-Vorstands:

Thomas Voelter, Gemeinderat, Hechinger Str. 15/2, 72461 Albstadt

Elke Rapthel, Degerwandstr. 85, Pressesprecherin, 72458 Albstadt

*alles vor 2025 wurde ins Archiv verschoben*

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